Edward Snowden

(Edward Snowden)

Kurz gesagt ist Edward Snowden (geboren 1983) einer, der mit den Methoden und der Massenspionage der NSA nicht einverstanden ist. Am 20 Mai 2013 packt er vier Laptops und eine große Anzahl geheimer Dokumente ein und bewegt sich in Richtung Ungewissheit. Sein Ziel war es, eine Debatte über die Nutzung  persönlicher Daten zu erregen. In Juni 2013 wurde bekannt,  dass hinter der Veröffentlichung geheimer Dokumente der NSA durch die englische Zeitung „The Guardian“, der Name Snowden steckt. Dies machte ihn weltweit zu einer der meist gesuchten Person.  Ihn droht eine lebenslange Haftstrafe, sollte er in die USA zurückkehren. Die ersten Journalisten mit denen er sprach, waren Laura Poitras, die seit der Veröffentlichung ihres Dokumentarfilms im Jahre 2006 über den Krieg im Irak  („My Country, my country“ ), besonders massiv unter der Beobachtung des amerikanischen Geheimdienstes  steht. Hierbei wurde sie bei ihren Einreisen in die USA mehrmals  kontrolliert und jeweils drei bis vier Stunden verhört. Danach wurden ihr Computer und das Handy sowie ihre Kamera wochenlang beschlagnahmt und ihre Kreditkarten kopiert.  Gleen Greenwald, ein ehemaliger Rechtsanwalt, der als Journalist für den Guardian arbeitete, traf sich anschließend mit ihr. Diese Begegnung, die in Hongkong stattfand,  wurde  gefilmt und erschien mit dem Name „Citizenfour“. Man rechnet damit, dass Snowden an diesen Journalisten zwischen 50 und 200 Tausend Dokumente weitergegeben haben könnte. Danach flog Snowden nach Moskau, wo ihm weiterhin Asyl gewährt wird. Er bekundete anschließend,  kein einziges dieser Dokumente mit nach Moskau mitgenommen zu haben. Über das Exil sagt er, dass dies früher eine Ausgrenzung aus der politischen Debatte mit sich gebracht habe. Aber heute sei das etwas anderes.  Sein erstes Tweet aus Moskau bezieht sich auf den Zugang, den die NSA zu jeder Information der Kundschaft der Verizon Telecom hatte. Der damalige amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, äußerte sich dazu  und sagte, dass er eine Überwachungsdebatte zwar willkommen heiße,  aber die Veröffentlichung der Dokumente die USA und dessen Geheimdiensttätigkeiten allerdings immensen Schaden verursache.  Ein Jahr früher (2012) befragte der Kongress den NSA Direktor, Keith Alexander, ob die NSA Telefonate amerikanischer Bürger abhöre.  Und ob über Google-Search, SMS, Emails abgefangen und gelesen wurden.  Ob deren Bestellungen über Amazon, Informationen und Bankdaten gesammelt wurden. Diese Fragen wurden immer verneint. Edward Snowden wusste, dass in einer Zeitspanne von 30 Tagen, die NSA mehr als 3 Milliarden private Telefongespräche im Inland und 124 Milliarden private Telefongespräche im Ausland abgefangen hatte, und dass 97 Milliarden privater E-Mails gelesen worden waren. Gestützt durch das amerikanische Spionagegesetz. Nach einigen Veröffentlichungen Snowdens, hat ein amerikanisches Gericht festgelegt, dass das Sammeln von Millionen persönlicher Daten über die Kommunikationsinfrastruktur illegal sei. Ein amerikanischer Bundesrichter stellte fest,  dass in den USA kein einziger Fall bekannt sei, in dem eine große Sammlung von Metadaten der NSA einen terroristischen Anschlag verhindert hätte. Am 21 März dieses Jahres, war Snowden bei der CEBIT in Hannover als Gast über eine Videokonferenz zugeschaltet, und sprach über das Thema „Sicherheit der Daten und Privacy in der Zeit der Überwachung“. Wir beziehen uns hier auf das Interview von Lena Sundström vom 06.11.2015. Snowden stellte insgesamt 21 Asylanträge, vor allem in europäischen Ländern

 

 

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