Die deutsche Auto Industrie kann nicht ihre eigenen Zellen-Batterien bauen

China, Korea und Japan gehören heute zu den Ländern die ganz vorne sind in der Produktion von Batterie-Zellen und dessen Lieferung an den Markt. Die deutsche Industrie ist nicht in der Lage, diese Komponenten selbst zu produzieren. Experten wie Martin Winter, Professor für Werkstoffwissenschaft, Elektrochemie und Energie an der Universität Münster, sind besorgt. Die Zellen sind das Element der technologische Differenzierung und einer der meist teuren Komponente der Batterien. Eine europäische Großherstellung der Zellen ist notwendig, um nicht vom Asiatischen Markt abhängig zu werden und die Chance haben, in einem enorm und schnell wachsenden Markt teilzunehmen.

Bis 2015 hatte Daimler eine Fabrik zur Herstellung von Batterien-Zellen in Kamenz eröffnet, mit dem Ziel, andere deutsche Autohersteller als Partner mit einzunehmen um eine Menge zu produzieren, die das Business profitable machen würde.

Es hat nicht geklappt. Teilweiße, weil Deutschland keine attraktiven E-Autos in seinem Portfolio hat. Die Kosten blieben hoch und die Produktion gering. Schon 2014 kündigte Daimler, dass die Fabrik schließt. Daimler Executive sagte dem Spiegel: „Wir sind zum Entschluss gekommen, dass ein Autohersteller die Zellen nicht selber produzieren soll“.

Die deutsche Regierung fürchtet, dass die Auto Industrie von Firmen aus Asien abhängig werden könnte. Seit März 2018 ist diese Debatte in der Agenda der Regierung. In Juni fragte Frau Merkel: „Kann es gut gehen, als einen Kontinent der Auto produziert, dass wie Batterie-Zellen aus Asien und digitale Infrastruktur in Asien oder Amerika kaufen?“

Dieser Frühling hat Bosch verzichtet, Batterie-Zellen zu produzieren.

Vor einigen Monaten vertrat Dieter Zetsche, Daimlers CEO, rückschauend auf die Kamenz Erfahrung, die Meinung dass mit aktueller Technologie, Batterie-Zellen zu bauen, keinen Sinn macht.

Nun, setzt Angela Merkel auf einer Frankfurter Holding, ein Konzern aus 19 Firmen, „TerraE“ genannt, die die Produktion von Lithium-Ion Batterie-Zellen ab Ende 2019 beginnen soll. Allerdings werde es bis 2028 dauern um die geplante Leistungsfähigkeit von 34 Gigawatt-Stunde zu erreichen.

Die Asiaten konsolidieren ihre Macht als Hersteller nicht nur in Asien, sondern auch in Europa.

Um Transport Kosten zu sparen, produziert Samsung in Ungarn. LG Chem baut gerade eine Fabrik in Polen. Und vor 5 Wochen kündigte der chinesische Unternehmer CATL mit, dass sie den Bau eine Fabrik für die Herstellung von Batterien-Zellen in Erfurt planen. CATL möchte 600 Arbeitsplätze schaffen und investiert 270 Millionen Dollar bis 2022. Die zukünftige Kunden sind klar: EV Electric Car, iNext, BMW, werden in Erfurt kaufen.

Der BMW Executive, Martin Duesmann, schlägt Daimler vor, auch Zellen-Batterien in Erfurt zu kaufen, da die hohe Anzahl der Bestellungen, den Preis sinken wird.

Elon Musk von Tesla, hat den Bau eine große Fabrik in Bayern angekündigt.

(Quelle: aus dem englischen von Wolfgang Kerler, theverge.com – 15.08.18)

(China: Projekt einer Autobahnstrecke, die, während der Fahrt, die E-Autos lädt)

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